Eine Nacht im Wald

Langsam wird es dunkel, die Dämmerung setzt im Wald schon etwas eher ein,

die Vögel werden etwas stiller und die Farben werden immer schwächer. Mehr und mehr zeichnen sich die Bäume gegen den Himmel als schwarze Silhouetten ab. Dann je nach Mond und siedlungsnähe wird es allmählich ganz dunkel einfach schwarz oder ein ganz kleiner Restschimmer an Licht bleibt bestehen. Da und dort raschelt etwas, in der Stille hört sich das ganz laut an. Oft ist es nur eine Maus, oder ein Käfer. Ich bin ganz Still, da schreit ein Kauz und dann ist es wieder still. Der Wind läßt die Blätter ihre Geschichten erzählen und aus der Ferne dringen ganz leise die Menschmaschinengeräusche ans Ohr. In der Ferne sind Rehe zu hören und manchmal bellen sie ganz laut. In der Brunpftzeit sind manchmal die Geweihe zu hören, die gegeneinander schlagen. Dann ist es wieder still, etwas gespenstisch. Nie so ruhig, wie in einem Schlafzimmer, etwas bewegt sich immer. Es wird kühler, die Augen fallen zu, doch etwas bleibt wach, so ungewohnt ist der Ort. In der Nacht ist es immer wieder spürbar, das Tiere ganz nahe kommen und schauen, wer da in Ihrem „Wohnzimmer“ liegt.

Dann wird es langsam morgen, noch ist kein schimmer auszumachen, doch die Vögel fangen an Ihr morgen Lied zu singen. Erst vereinzelt dann mehr und mehr und schließlich ist in der Morgendämmerung das ganze Konzert der Vogelschar zu hören, ein wunderbare Art zu erwachen und einfach dazuliegen und hören.

Das ohne Zelt und Dach einfach im Wald schlafen ist eine Tief verbundene Angelegenheit. Der Wald bietet mir einen Schutzraum und ich fühle mich ganz daheim.